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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Zur Reproduzierbarkeit von metallographischen Reinheitsgraduntersuchungen am Beispiel SEP 1571

Friday (20.09.2019)
09:30 - 10:00 Uhr Festsaal
Bestandteil von:


Metallographische Reinheitsgraduntersuchungen beschreiben dienen zum einen der Prozesskontrolle bzw. der Freigabe von Fertigungslosen. Zum anderen werden aber auch Kennzahlen ermittelt die eine Aussage über Ausfallrisiken am Bauteil machen sollen. Das konventionelle Lichtmikroskop wird bei vielen Stahlherstellern durch Rasterelektronenmikroskopische Untersuchungen mit energiedispersiver Röntgenanalyse ergänzt. Zielrichtung ist eine differenzierte Beschreibung der Metallurgie über eine chemische Analyse der einzelnen Einschlüsse und eine stetige Optimierung der Produktionsprozesse hinsichtlich Ausfallursache nichtmetallischer Reinheitsgrad.

Metallographische Untersuchungen sollen den Reinheitsgrad des Fertigungsloses beschreiben, die Anzahl der Prüflinge bzw. die untersuchte Prüffläche ist aber als Kompromiss aus Prüfzeit und statistischer Sicherheit des Ergebnisses zu sehen. Dazu kommen der Einfluss der Prüftechnik, der Einfluss unterschiedlicher Metallographen bei der manuellen Prüfung und die Streuung der Prüfergebnisse in unterschiedlichen Prüflingen bzw. Prüfflächen.

Anhand einer Untersuchung an einem einer Schmelze mit mehreren hundert Prüflingen werden Einflüsse auf die Reinheitskennzahlen des SEP 1571 als wertekompatible Prüfvorschrift zur zurückgezogenen Norm DIN 50602 dargestellt. Auf die Extremwertmethode E wird insbesondere eingegangen und auf Fallstricke bei der Justierung von Rasterelektronenmikroskopen.

 

Sprecher/Referent:
Dr. Hans-Günter Krull
Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG
Weitere Autoren/Referenten:
  • Anne Szittnick
    Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG