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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Metallische Werkstoffe und deren Formgebungsverfahren für den Einsatz im Automobil – Möglichkeiten und Herausforderungen unter dem Aspekt Leichtbau

Thursday (19.09.2019)
11:00 - 11:30 Uhr Palaiszimmer
Bestandteil von:


Im Hinblick auf die sich weltweit verschärfenden Gesetzgebungen bzgl. CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen müssen die Automobilhersteller immer mehr Anstrengungen in Richtung Leichtbau unternehmen, ohne dabei Kundenanforderungen wie Sicherheit, Komfort, Robustheit, Anmutung und Dynamik aus dem Auge zu verlieren. Im Volkswagen Konzern gibt es in allen Bereichen eine große Anzahl an Aktivitäten, um die Leichtbau-Ziele zu erfüllen. Im Forschungsfeld Werkstoffe und Fertigungsverfahren der Konzernforschung werden unter anderem metallische Werkstoffe und deren Ur-und Umformverfahren so weiterentwickelt, dass eine Adaption der rein wissenschaftlichen Basis auf die Bedürfnisse des Automobilbaus erfolgt. Beispielsweise werden Magnesium Knetlegierungen modifiziert, so dass ihre Umformbarkeit deutlich verbessert und eine Formgebung auch bei Temperaturen unter 220°C möglich wird. Im Bereich Aluminium Gusslegierungen ist es gelungen, durch eine gezielte Strukturierung der Werkzeugoberfläche des Gießwerkzeuges die Fließeigenschaften des Materials so zu verbessern, dass das Bauteil dünnwandiger und damit mehrere hundert Gramm leichter wurde. Aber auch Stähle haben noch Leichtbaupotenzial. Stahlfeinbleche müssen in Zukunft ein weit größeres Spektrum an Eigenschaften abdecken als bisher. Legierungsentwicklungen in diesem Bereich gehen sowohl in Richtung Erhöhung der Festigkeit als auch der Duktilität.

Sprecher/Referent:
Weitere Autoren/Referenten:
  • Dr. David Klaumünzer
    VOLKSWAGEN AG
  • Dr. Ansgar Hatscher
    VOLKSWAGEN AG