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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Herausforderungen bei der Materialverfolgung am Beispiel der Langstahlproduktion

Donnerstag (19.09.2019)
10:00 - 10:30 Uhr Tammann

Zunehmende Kundenanforderungen hinsichtlich Qualität und Transparenz der Produktion sowie steigende Möglichkeiten hin zu autonomen Prozessen erfordern immer größere Anstrengungen an die Materialverfolgung. Produktionsschritte mit sich verändernden Materialzuständen und Umgebungseinflüssen stellen große Herausforderungen für die Kennzeichnung und Identifikation des Materials dar. Vor diesem Hintergrund werden bei der Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG Entwicklungen zur Verbesserung der Materialverfolgung von Edelstahllangprodukten betrieben.


Herausforderungen der Materialkennzeichnung ergeben sich durch unterschiedliche Abmessungen und Produkteigenschaften. Wechselnde Umgebungsbedingungen können die Beständigkeit einer aufgebrachten Kennzeichnung stark einschränken. Zu diesen Umgebungseinflüssen gehören Materialerwärmungen, Abschrecken in bestimmten Medien oder Witterungseinflüssen durch Lagerung über längere Zeiträume. Um diese Herausforderungen zu meistern, existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten zur Kennzeichnung von Material. Die geeignete Materialkennzeichnung muss allerdings an die vorherrschenden Bedingungen individuell angepasst werden.


An dem Beispiel der Langstahlherstellung werden praxisnah Herausforderungen und Einschränkung bestimmter Kennzeichnungs- und Identifikationsmöglichkeiten aufgezeigt. Allgemeine Anforderungen an die Materialverfolgung werden definiert und bewertet. Unter-schiedliche Verfahren der Materialverfolgung werden vorgestellt und miteinander verglichen. Abschließend wird ein Ausblick gegeben, welche Möglichkeiten sich aus einer eindeutigen Materialverfolgung ergeben.

Sprecher/Referent:
Linus Deike
Deutsche Edelstahlwerke Specialty Steel GmbH & Co. KG