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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Generierung von funktionsrelevanten Eigenschaften in Oberflächenrandzonen beim BTA-Tiefbohren

Wednesday (18.09.2019)
17:00 - 17:30 Uhr Gartensaal
Bestandteil von:


Durch Zerspanungsprozesse wird die Randschicht eines Bauteils beeinflusst, die seine Eigenschaften unter Betriebsbelastungen bestimmt. Daher sollte der durch den Fertigungsprozess entstandene Randschichtzustand in metallischen Werkstoffen bekannt sein und wenn möglich gezielt eingestellt werden, um eine verbesserte Bauteillebensdauer bzw. -zuverlässigkeit zu erzeugen.

Das BTA-Tiefbohren wird untersucht, um Prozess-Struktur-Eigenspannungs-Beziehungen in Abhängigkeit der Oberflächenkonditionierung, durch den Zerspanprozess zu ermitteln. Insbesondere die Eigenspannungen, die Härte und die Gefügeveränderungen werden als Indikatoren für eine spätere Prozessregelung genutzt.

In den ersten Versuchen werden die tiefgebohrten Proben (l = 500 mm) hinsichtlich der Eigenspannungen, Bohrungstoleranzen, der Mikrostruktur und Härte in der Bohrungsrandzone untersucht. Des Weiteren werden die Proben einer Wärmebehandlung unterzogen, um ein spannungsfreies Gefüge als Referenzzustand für die magnetische Eigenspannungsmessung herzustellen.

Eine sichere Erzeugung von funktionsrelevanten Eigenschaften ist gerade beim BTA-Tiefbohren besonders relevant, da in fast allen Anwendungsfällen dieses Verfahren als ein wichtiger Endbearbeitungsschritt von hochwertigen und teuren Werkstücken eingesetzt wird.

Sprecher/Referent:
Robert Schmidt
Technische Universität Dortmund
Weitere Autoren/Referenten:
  • Simon Strodick
    Technische Universität Dortmund
  • Dr. Andreas Zabel
    Technische Universität Dortmund
  • Prof. Dr.-Ing. Frank Walther
    Technische Universität Dortmund
  • Prof. Dr. Dirk Biermann
    Technische Universität Dortmund