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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Digitale Fahrzeugentwicklung im Bereich CAE Passive Sicherheit

Donnerstag (19.09.2019)
09:30 - 10:00 Uhr Tammann

Die Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses hat unmittelbar Auswirkung auf die CAE-Welt: Time to Market, Flexibilität in der Produktentwicklung und durchgehendes Datenmanagement werden immer wichtiger. Der Digitale Prototyp 4.0 wird die physische und virtuelle Welt untrennbar zusammenführen – und zwar weit über die Entwicklungsphase hinaus. Ein wesentlicher Punkt ist der weitere Ausbau und die Vernetzung der digitalen Abbildung von Produktionseinflüssen auf die Funktion der einzelnen Bauteile und des Gesamtfahrzeugs wie zum Beispiel durch Umformen, Falzen, Rollen, Schweißen, Stanzen und Oberflächenbehandlungen.

Der digitale Fahrzeugentwicklungsprozess wird durch die wachsende Anzahl der betrachteten Fahrzeugfunktionen immer komplexer, wobei dem „digitalen Material“ eine besondere Bedeutung zukommt: Bevor ein neuer, innovativer Leichtbauwerkstoff in einem Mercedes verbaut wird, muss dieser einen eigens dafür geschaffenen „Werkstofffreigabeprozess“ durchlaufen, bei dem alle Fahrzeugfunktionen durchleuchtet werden.

Diese ganzheitliche Betrachtung eines jeden Werkstoffes muss zukünftig auch in der Forschungslandschaft verstärkt vorangetrieben werden. Auf dem Weg zum „Material digital“ ist eine engere Vernetzung von technologischer und simulativer Kompetenz ebenso wichtig wie die Bündelung von funktionalen Kompetenzen wie Crash, Betriebsfestigkeit, NVH und Oberflächenbehandlungen.

 

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