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Vortrag (20 Min. Vortrag, 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Anwendung additiv hergestellter Fertigungshilfsmittel für die effiziente Produktion von Faserverbundstrukturen

Donnerstag (19.09.2019)
16:30 - 17:00 Uhr Sachs Saal
Bestandteil von:


Faser-Kunststoff-Verbunde (FKV) ermöglichen die effiziente Herstellung von Hochleistungsbauteilen mit besonders komplexen Geometrien sowohl in großen als auch sehr kleinen Stückzahlen. Der Fertigungsprozess für FKV mit duroplastischer Matrix besteht in der Regel aus mehreren Teilschritten. So erfolgen Zuschnitt und Drapierung von Fasern oder textilen Halbzeugen auf Formwerkzeugen meist als separater Prozessschritt vor der Infiltration mit dem Harzsystem. Nach vollständiger Aushärtung sind oftmals weitere Bearbeitungsprozesse wie Beschnitt- und Fügeoperationen oder Beschichtungen erforderlich. Insbesondere bei Kleinstserien von geometrisch komplexen Strukturen ist es häufig sehr aufwändig, die erforderlichen Formen, Halterungen, Lehren und Fügehilfsmittel mit konventionellen Fertigungstechnologien (z.B. 5-Achs-Fräsen) herzustellen.

Vor diesem Hintergrund bietet der Einsatz des additiven Herstellungsverfahrens „fused layer modeling“ (FLM) hohes Einsparpotenzial bei Kosten und Fertigungszeit. Dies gelingt durch die Verfügbarkeit preiswerter FLM-Anlagen, auf denen Bauteile mit einer für den Einsatz optimalen Bauteilqualität effizient gefertigt werden können. Im Rahmen des eingereichten Beitrages werden verschiedene Anwendungsbeispiele vorgestellt, wie mittels FLM-Technologie geeignete Drapierhilfen, Gussformen für Einlegeteile, Trennlehren oder Flechtkerne entwickelt und gefertigt werden. So konnte die Effizienz bei der Herstellung von verschiedenen Hochleistungs-FKV-Strukturen als auch deren Bauteilqualität deutlich gesteigert werden.

 

Sprecher/Referent:
Dipl.-Ing. Martin Pohl
Technische Universität Dresden
Weitere Autoren/Referenten:
  • Christian Vogel
    Technische Universität Dresden
  • Andreas Borowski
    Technische Universität Dresden
  • Prof. Dr. Niels Modler
    Technische Universität Dresden

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