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Vortrag (20 Min., 5 Min. Diskussion, 5 Min. Raumwechsel)

Nutzung des Eigenschaftsspektrums hochfester Stähle im Stahlbau mit Hilfe der Schädigungsmechanik

Friday (20.09.2019)
14:30 - 15:00 Uhr Appendix
Bestandteil von:


Das in den Technischen Regelwerken des Stahlbaus aufgenommene Grenzzustandskonzept zielt auf eine Bemessung ab, die sich an den wirklichen Tragfähigkeiten der Konstruktionen orientiert. Die in den Normen niedergelegten Tragfähigkeitsfunktionen sind in der Regel an Versuchen kalibriert worden. Dabei werden insbesondere bei Bemessungsfällen mit gestörtem Kraftfluss (Steifigkeitssprünge, Löcher, etc.), wo Spannungsumverteilungen zur Erreichung der Traglast in Anspruch genommen werden, die erforderlichen Materialduktilitäten über den Vergleich mit Versuchen implizit sichergestellt. An vielen Stellen ist dabei allerdings zu beobachten, dass höherfeste Stähle über zu kurz gegriffene Regeln über Mindestwerte für die Gleichmaßdehnung und Streckgrenzenverhältnis benachteiligt werden. Im geplanten Beitrag werden schädigungsmechanische Modellierungsansätze vorgestellt, welche das Versagensverhalten in Abhängigkeit vom lokalen Spannungszustand charakterisieren und somit die Möglichkeit einräumen, realistische Tragfähigkeitsfunktionen zu ermitteln, um die vorteilhaften Eigenschaften hochfester Baustähle nutzbar zu machen. Das neue Verfahren wird am Beispiel von Lochleibungsverbindungen diskutiert.

Sprecher/Referent:
Weitere Autoren/Referenten:
  • Prof. Dr. Markus Feldmann
    RWTH Aachen University
  • Dr. Simon Schaffrath
    RWTH Aachen University